Bericht aus dem Begleitausschuss
In seiner Sitzung am 28. Januar 2026 haben die Mitglieder des Begleitausschusses über das überarbeitete Struktur-Schaubild sowie die neue Geschäftsordnung beraten. Diese Dokumente bilden das Fundament für die zukünftige Struktur und die Zusammenarbeit im neuen Bezirk Stuttgart.
Stärkung der Gemeinden vor Ort
Ein Kernanliegen der neuen Struktur ist die Stärkung der Gemeindeebene; sie bleibt das Zentrum der zukünftigen Arbeit. Gemeinden, die bereits bisher kooperiert haben, sind ausdrücklich eingeladen, dies fortzuführen. Zur besseren Klarheit werden diese
Kooperationen künftig als „Gemeinde-Verbünde“ bezeichnet. Zudem werden die Gemeinden schrittweise mehr Eigenverantwortung für ihre Finanzen übernehmen.
Inhaltliche Ausrichtung: „Bring and Share“
Die Geschäftsordnung definiert auch die geistliche Identität des Bezirks. So heißt es im Entwurf:
„Die Gemeinden Fellbach-Cannstatt, Feuerbach, Gerlingen, Hoffnungskirche, Sillenbuch und Stuttgart-Vaihingen sind die Orte des Bezirks Stuttgart, an denen der Auftrag der Kirche gemäß Art. 120 VLO – Menschen einzuladen, Jünger*innen Jesu Christi zu werden und so die Welt zu verändern – am deutlichsten in Erscheinung tritt. Wir bieten ansprechende, abwechslungsreiche Programme und Räume der Begegnung an, die sich gegenseitig ergänzen. Wir laden einander ein und gestalten gemeinsame Begegnungsräume in gelebter Einheit.“
Das Leitmotiv „Bring and Share“ steht dabei für:
- Eine aktive Willkommens- und Begegnungskultur (auch außerhalb gewohnter Räume).
- Echtes Interesse aneinander und gegenseitige Verantwortung.
- Bewahrung der Schöpfung und gesellschaftliches Engagement.
- Ökumenische Verbundenheit und Präsenz in der Stadtgesellschaft.
- Teilen von Glauben und Leben: Gott, Christus und den Menschen begegnen.
Nächste Schritte
Der Begleitausschuss hat beide Papiere verabschiedet und freigegeben. Sie werden den Bezirkskonferenzen zur Abstimmung vorgelegt. Offene Fragen zu Finanzen und Immobilien werden derzeit noch fachlich geklärt. Ein großer Dank gilt den Expert*innen in unseren Gemeinden, die diesen Prozess so kompetent begleiten.
Im Frühjahr werden alle Mitglieder der derzeitigen Bezirkskonferenzen der sechs Gemeinden eingeladen, diese Entwürfe gemeinsam zu besprechen. Nach der Sommerpause sollen die Papiere den Bezirkskonferenzen zur finalen Entscheidung vorgelegt werden, um auf dieser Basis den gemeinsamen Bezirk Stuttgart offiziell zu gründen.
Für die Mitglieder des Begleitausschusses Katharina Sautter

